Erhöhung der Krankenkassenprämien: Die Bevölkerung darf nicht die Zeche zahlen!
Der Bundesrat hat Ende September die Erhöhung der Krankenkassenprämien für das Jahr 2027 bekannt gegeben. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) werden die Prämien durchschnittlich um fünf Prozent steigen. Die PdAS verurteilt die Erhöhung und fordert eine grundsätzlich andere Gesundheitspolitik.
Eine weitere Form systemischer Gewalt
Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) verurteilt die von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien. Sie stellt eine weitere Form systemischer Gewalt gegen die Bevölkerung dar. Die privaten Krankenkassen profitieren von diesem System auf dem Rücken der arbeitenden Klasse, die einmal mehr zur Kasse gebeten wird.
«Diese erneute Erhöhung der Krankenkassenprämien ist die unvermeidliche Folge eines Systems, das von Grund auf intransparent und unsozial ist und es einer Vielzahl privater Interessen ermöglicht, sich auf Kosten der Versicherten und einer am Gemeinwohl orientierten Gesundheitspolitik die Taschen zu füllen», erklärt Alexander Eniline, Co-Präsident der PdAS.
Diese Erhöhung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Krankenkassenprämien bereits einen erheblichen Teil des Budgets vieler Haushalte ausmachen. Während die Anzahl Plätze für das Medizinstudium weiterhin eingeschränkt sind sind, die Ausbildungskosten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und auf nationaler Ebene kein Gesundheitsplan existiert, ist das Schweizer Gesundheitssystem in den vergangenen Jahren im internationalen Vergleich zurückgefallen, insbesondere aufgrund mangelnder Effizienz und eines unzureichenden Zugangs zur Gesundheitsversorgung.
Die Ursachen des Problems angehen
Gesundheit ist ein grundlegendes Recht und muss allen Menschen unabhängig von ihrem Einkommen zugänglich sein. Das Schweizer Gesundheitssystem beruht jedoch auf dem Wettbewerb zwischen privaten Akteuren – den Krankenkassen – und deren Vertretung im Parlament, wo tatsächlich fast ein Drittel der Politiker:innen Verbindungen zu diesem Sektor hat. Diese Situation wirft berechtigterweise die Frage nach dem Einfluss privater Interessen auf Entscheidungen auf, die unser Gesundheitssystem unmittelbar betreffen.
«Es ist absolut notwendig, die Strategie zu ändern und einen öffentlichen Gesundheitsdienst aufzubauen, der nicht von privaten Akteuren kontrolliert wird und nicht in einem kapitalistischen Wettbewerb steht, dessen oberstes Ziel die Profitmaximierung ist», ergänzt Timeo Antognini, Co-Präsident der PdAS. «Deshalb müssen wir die Grundversorgung und die aktive Prävention ausbauen sowie einen nationalen Gesundheitsplan und eine einkommensabhängige Finanzierung schaffen.»
Der anhaltende Anstieg der Prämien verschlechtert die Lebensbedingungen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung weiter. Er verstärkt damit einen Teufelskreis: Je stärker die Kosten steigen, desto mehr Menschen verzichten auf notwendige Behandlungen oder schieben sie auf – mit menschlichen und sozialen Folgen. Ein grundlegender struktureller Wandel ist notwendig!
Partei der Arbeit der Schweiz



