Die Stärkung der PdAS vorantreiben

Gavriel Pinson, Präsident der PdAS, liest am Kongress den Brief des kubanischen Botschafters vor.

Am 10. und 11. Juni fand in Neuenburg der 23. Parteitag der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) statt. Die rund 40 Delegierten der kantonalen Sektionen verabschiedeten mehrere Resolutionen, unter anderem zu den bilateralen Verträgen und zur internationalen Politik. Als Parteipräsident wurde Gavriel Pinson wieder gewählt.

Der Parteitag ist bekanntlich ein wichtiges Ereignis im Leben der Partei; die Delegierten diskutieren Programme, fallen Beschlüsse und legen die wichtigsten politischen Linien fest. Am 23. Parteitag der PdAS in Neuenburg gab es spannende Diskussionen unter anderem über das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) und über die internationale Lage. Dazu wurden Statutenänderungen angenommen, welche die Grundsätze der Realität der Parteiarbeit anpassen.

EU: Interessen des Kapitals
Der erste Kongresstag stand hauptsächlich im Zeichen der Diskussion über die Resolution «Für neue Abkommen mit den europäischen Staaten». Die Beziehungen zur EU ist eines der am meisten diskutierten Themen in der Schweiz. Spätestens seit der Volksabstimmung 1992 über den Beitritt der Schweiz zum europäischen Wirtschaftraum (EWR), der mit 50,3 Prozent der Stimmen abgelehnt wurde, war die PdAS in der EU-Frage gespalten. Klar wurde ihre Position dann 2008 am Parteitag in Zürich, als über die Frage eines EU-Beitritts entschieden wurde: Eine Mehrheit der Delegierten stimmte dem Antrag zu, die Partei solle sich gegen einen eventuellen EU-Beitritt engagieren. Und auch heute ist die vorherrschende Meinung in der PdAS, dass die EU nichts von einem friedliches Europa hat, in dem die Völker harmonisch zusammenleben. Ihre Haltung gegenüber Griechenland und ihre Einmischung in der Ukraine haben die Illusion einer demokratischen und friedlichen EU zerstört. Weiterlesen

Parolen zu den Abstimmungen vom 5. Juni 2016

revolutionflagDas Zentralkomitee der Partei der Arbeit der Schweiz hat folgende Parolen beschlossen:

Änderung des Asylgesetzes (AsylG) :
Ja (die Wahl des kleineren Übels!)

Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen»:
Stimmfreigabe

Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung»:
Nein

Volksinitiative «Pro Service public»:
JA

Änderung des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (FMedG):
Nein

Hier die ausführlichen Begründungen

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70-Jahre-PDAS-Festival

Flyer 70-Jahre-PDAS-FestivalDie Partei der Arbeit Schweiz (PdAS) wurde am 14./15. Oktober 1944 in Zürich gegründet, mit dem Willen nach dem Krieg tiefgreifende soziale Veränderungen zu erreichen. Ihr erster Kampf war der für die Einführung der AHV. Die Partei gibt es in vielen Kantonen unter dem Namen ”Partei der Arbeit”, ”Volks- und Arbeiterpartei” oder ”Kommunistische Partei”. Seit 70 Jahren hat sie niemals den Kampf für die Verbesserung der Einkommen der ArbeiterInnen, für gerechtere Besteuerung, für bezahlbare Wohnungen, für die Demokratisierung der Ausbildung, für die Gleichstellung von Mann und Frau, für eine offene Kultur für alle, für eine Verringerung der Ausgaben für das Militär aufgegeben. Entschieden antifaschistisch und antikolonialistisch, eine internationalistische Partei, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Obwohl beeinträchtigt durch den Kalten Krieg und den sie umgebenden Antikommunismus ist sie noch immer sehr lebendig! Sie wird ihren Kampf für eine gerechtere, sozialistische und auf Gleichheit setzende Gesellschaft nicht aufgeben.

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